Danogips Danogips

Nachhaltigkeit

Nachhaltiger planen und bauen - mit DANO Gipsplatten

Bauen muss klimafreundlicher werden und gleichzeitig die Wünsche der Bauherren nach mehr Lebensqualität befriedigen. Beide Ziele sind mit Trockenbau-Lösungen von Danogips realisierbar.

Bereits in der Planung wird deutlich, dass der Trockenbau auch anspruchsvolle Fragen nach mehr Schallschutz, besserer Akustik und mehr Flächeneffizienz wirtschaftlich beantwortet.

NACHHALTIGE BAUWEISE - DIE VORTEILE DES TROCKENBAUS

Wohnraum wird immer kostbarer. Materialschonende Bauweise mit optimaler Flächennutzung ist somit „doppelt“ nachhaltig. Gerade im direkten Vergleich zum Massivbau punktet der Trockenbau durch:

  • schlanke Bauteillösungen
  • geringes Gewicht
  • hohe Robustheit
  • ressourcenschonender Bauweise
  • wirtschaftliche und flexible Raumgestaltung

Und all das bei hoher Leistungsfähigkeit im Bereich Schallschutz, Brandschutz und Standsicherheit.

Der natürliche Baustoff Gips ist die Basis für eine gesunde, behagliche Wohnatmosphäre. Gips ist somit der ideale Baustoff im Neubau und der Renovierung in allen

  • Wohnungsbauten
  • Schulen und Kindergärten
  • Krankenhäusern
  • Büros

und nahezu allen anderen Gebäudetypen.

Gips ist ein natürlicher, ökologisch absolut unbedenklicher Rohstoff und bildet die Grundlage aller Gipsplattenprodukte.

IHRE NACHHALTIGKEITSUNTERLAGEN

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN ZUR NACHHALTIGKEIT

Was versteht man unter Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit oder nachhaltige Entwicklung bedeutet, die Bedürfnisse der Gegenwart so zu befriedigen, dass die Möglichkeiten zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden. Dies wird häufig mit dem 3-Säulen Modell erklärt.

Ökologische ökonomische und soziale Aspekte werden gleichermaßen berücksichtig.

Einige Beispiele für Gebäude sind:
- Ökologie durch die Wahl der Baustoffe
- Ökonomie durch Wirtschaftlichkeit und gute Vermietbarkeit
- Soziales durch ein hohes Wohlbefinden für die Nutzer

Was sind Gebäudebewertungssysteme?

Die nachhaltige Qualität von Gebäuden wird durch sogenannte Gebäudebewertungssysteme bewertet. Unter dem Dach des WGBC (World Green Building Council) gibt es verschiedene nationale Systeme, die sich inhaltlich unterscheiden.

Allen Systemen gemein ist eine Gebäudebewertung auf Basis im System definierter Kriterien über den gesamten Gebäudelebenszyklus von Planung über Bau und Nutzung bis zum Ende.

Die Kriterien werden in den Systemen jeweils durch eine systemspezifische Bepunktung gewichtet. Auf dieser Basis wird dann die objektspezifische Gebäudezertifizierung (z.B. DGNB Platin, LEED Gold etc.) verliehen.

Beispiele für Zertifizierungssysteme sind:
- DGNB (Deutschland)
- LEED (USA, Indien, Italien und diverse Länder mehr)
- BREEAM (Großbritannien)

Darüber hinaus gibt es weitere national relevante Zertifizierungssysteme.

Welche Gebäudebewertungssysteme sind in Deutschland relevant?

QNG - Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (seit 2022)
Das QNG ist eine Antwort des Bundes zu den Herausforderungen des Green Deals.
Es schafft förderfähige Anreize für nachhaltige Gebäude und ist Voraussetzung für das KFW-Förderprogramm Klimafreundlicher Neubau-Wohngebäude.
Voraussetzung für die QNG-Zertifizierung von Wohngebäuden ist eine Zertifizierung nach den Bewertungssystemen DGNB, BirN oder NaWoh. Zusätzlich sind weitere besondere Anforderungen zu erfüllen, die teilweise über die Anforderungen der vorgenannten Bewertungssysteme hinausgehen.

DGNB – Deutsches Gütesiegel Nachhaltiges Bauen
Die DGNB-Zertifizierung ist die in Deutschland am häufigsten angewandte Methode zur Bewertung der Nachhaltigkeit eines Gebäudes. Es handelt sich um ein deutsches Label, welches seit 2009 von der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) verliehen wird.
Innerhalb der Zertifizierung gibt es unterschiedliche Qualitätsstufen Platin, Gold, Silber oder Bronze.
Die Bewertungskriterien sind in 6 Bereiche gegliedert:
Zertifizierungen sind für eine Vielzahl von Gebäudetypen möglich (z.B. Büro und Verwaltung, Wohngebäude, Logistik und Industrie).

BNB – Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen
Das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) ist ein Instrument zur Planung und Bewertung nachhaltiger und in der Regel öffentlicher Bauvorhaben.
Es erfolgt eine Betrachtung auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes und beinhaltet Aspekte zur ökologischen Qualität, ökonomischen Qualität, soziokulturellen und funktionalen Qualität, technischen Qualität, Prozessqualität, sowie Standortmerkmale.
BNB wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen BMWSB in einer Selbstverpflichtung für öffentliche Gebäude des Bundes angewendet. Inhaltlich ist es weitestgehend deckungsgleich zum DGNB-System.

LEED – Leadership in Energy and Environmental Design
Die LEED-Zertifizierung ist ein Zertifizierungsverfahren zur Bewertung der Nachhaltigkeit eines Gebäudes. Es wurde vom US Green Building Council entwickelt und ist das weltweit meistverbreitete Verfahren zur Nachhaltigkeitszertifizierung.
Verschiedene Länder haben eine länderspezifische Version adaptiert. Ein deutsches LEED gibt es nicht, was bedeutet, dass in Deutschland nach amerikanischem Standard zertifiziert wird. Vergleichbar zu DGNB und anderen Systemen hat auch LEED verschiedene Varianten für Gebäudetypen wie Bürogebäude, Hotels, Krankenhäuser etc.
Internationale Investoren entscheiden sich auch in Deutschland gerne für LEED. Eine Zertifizierung ist möglich in 4 Qualitätsstufen: Platin, Gold, Silber oder Certified.

NaWoh
Das Qualitätssiegel Nachhaltiger Wohnungsbau wurde 2011 von Immobilien- und Wohnungsbauverbänden initiiert. Die Zertifizierung umfasst die Kriterien Wohnqualität, soziale und funktionale Qualität, technische Qualität, ökologische Qualität, ökonomische Qualität und Prozessqualität.

BREEAM
BREEAM ist ein Bewertungssystem für die Nachhaltigkeit von Gebäuden und Immobilien. Das Ziel von BREEAM ist es, eine umfassende Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden zu ermöglichen. Dabei werden verschiedene Aspekte berücksichtigt, wie zum Beispiel Energie- und Wasserverbrauch, Bauweise und Materialien, Gesundheit und Komfort der Nutzer sowie die ökologischen Auswirkungen des Gebäudes.

LEVEL(S)
LEVEL(S) ist ein relativ junges Label, es wurde 2017 von der EU-Kommission als europäisches Instrument installiert. Aktuell gibt es die Möglichkeit Wohn- und Bürogebäude zu zertifizieren. Inhaltlich sind weite Teile vergleichbar mit DGNB oder auch LEED.

BiRN
Die BNK-Zertifizierung des Bau-Institut Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit (BiRN) stellt eine Möglichkeit zur ganzheitlichen Nachhaltigkeitsbewertung von Wohngebäuden dar.

Wer entscheidet, ob ein Gebäude zertifiziert wird?

Es ist die Entscheidung des Bauherrn / Investors, ein Gebäude nachhaltig zu zertifizieren. Je nach Fokus entscheidet er, mit welchem Gebäudebewertungssystem dies erfolgt.
Ein Gebäude kann durchaus auch mit mehreren Systemen zertifiziert werden. Beispielsweise kommt eine Kombination aus DGNB und LEVEL(S) oder DGNB und WELL in der Praxis recht häufig vor.

Wie läuft eine Gebäudezertifizierung ab?

In der Regel wird vom Fachplaner zuerst eine Vorzertifizierung durchgeführt, um Möglichkeiten und Aufwand einschätzen zu können. Danach wird entschieden, welche Zertifizierungstiefe angestrebt wird, z.B. DGNB Gold. Entsprechend wird dann unter Berücksichtigung der Systemkriterien geplant und ausgeführt.
Entscheidend ist, dass vor der Ausführung alle erforderlichen Produkt- und Systemdaten (z.B. EPD, technische Daten) geprüft und vom Fachplaner freigegeben werden müssen.
Der Bauleitung kommt bei nachhaltig zertifizierten Gebäuden besondere Bedeutung zu, um die nachhaltige Qualität zu sichern.

Kann man die Gebäudebewertungssysteme miteinander vergleichen?

Jedes Gebäudebewertungssystem setzt unterschiedliche Schwerpunkte. Darum lassen sich die Systeme nicht unmittelbar miteinander vergleichen.

Gibt es DGNB oder LEED zertifizierte Produkte oder Systeme?

Nein, eine Zertifizierung bezieht sich auf das Gebäude. Produkte und Systeme sind ein Baustein im Gesamtsystem Gebäude mit Auswirkung auf verschiedene Kriterien. Die nachhaltige Qualität eines Produktes oder Systems steht immer im direkten Zusammenhang zur verbauten Situation.

Was ist eine EPD?

EPD steht für Environmental Product Declaration somit für Umweltproduktdeklaration.

In einer EPD wird die Ökobilanz eines Produktes berechnet.

Zum Beispiel: Wieviel CO2 hat das Produkt emittiert, bis es das Werktor verlassen hat oder wie hoch war der Energiebedarf (erneuerbar/ nicht erneuerbar) für ein Produkt bei der Herstellung. EPDs basieren auf komplexen Berechnungen. Danogips stellt für zahlreiche Produkte EPD zur Verfügung.

Sie sind eine wesentliche Informationsquelle für die verschiedenen Gebäudezertifizierungssysteme.

Wie und wo kann eine Kreislaufwirtschaft im Trockenbau umgesetzt werden?

Innerbetriebliches Recycling:
Die Rückverfolgbarkeit ist gewährleistet. Allerdings ist eine sortenreine Sammlung des Verschnitts erforderlich.
Die technischen Rahmenbedingungen sind steuerbar, die juristischen Voraussetzungen vorhanden.

Fertighausindustrie / Handel:
Die Rückverfolgbarkeit muss gewährleistet sein. Ebenso ist eine sortenreine Sammlung erforderlich.
Auch hier sind die technischen Rahmenbedingungen steuerbar, die juristischen Voraussetzungen müssen noch geschaffen werden.

Rückbau / Baustelle:
Eine Rückverfolgbarkeit ist nur bedingt möglich. Die Recycle-Fähigkeit variiert.
Die technischen Rahmenbedingungen sind aufwändiger und juristische Voraussetzungen noch nicht ausreichend geschaffen.

Glossar - Nachhaltigkeit schnell erklärt

Begriff Erklärung
AgBB Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten, allgemein anerkanntes Bewertungsschema für VOC-Emissionen aus Bauprodukten
AP Acidification Potential, Versauerungspotenzial von Boden und Wasser
ADPE Potenzial für die Verknappung abiotischer Ressourcen - nicht fossile Ressourcen
ADPF Potenzial für die Verknappung abiotischer Ressourcen - fossile Brennstoffe
BNB Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen, Zertifizierungssystem für Gebäude der öffentlichen Hand in Deutschland
Blauer Engel Umweltzeichen der Bundesregierung für besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen
BREEAM Building Research Establishment Environmental Assessment Method, britisches Gebäudebewertungssystem
CO2 Kohlendioxid
cradle to cradle Von der Wiege bis zur Wiege: steht für geschlossene Produktkreisläufe
cradle to gate Von der Wiege bis zum Werktor: Betrachtungsrahmen des Lebensweges eines Produktes im Rahmen der LCA
cradle to grave Von der Wiege bis zur Bahre: Betrachtungsrahmen des Lebensweges eines Produktes im Rahmen der LCA
DGNB Deutsches Gütesiegel für nachhaltiges Bauen, deutsches Gebäudezertifizierungssystem. DGNB steht auch für die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen als Systemgeber
DIBt Deutsches Institut für Bautechnik, deutsche Zulassungsstelle für Bauprodukte und Bauarten
DIN Deutsches Institut für Normung
EMICODE Markenrechtlich geschütztes Siegel zur Produktklassifizierung für emissionsarme Verlegewerkstoffe und Bauprodukte
EnEV Energieeinsparverordnung
EP Eutrofication Potential, Eutrophierungspotenzial / Überdüngungspotenzial
EPD Environmental Product Declaration, Umweltproduktdeklaration
GISCODE Codierung von Produkten, Produkte mit vergleichbarer Gesundheitsgefährdung / Schutzmaßnahme werden in Produktgruppen zusammen gefasst
GWP Global Warming Potential, Globales Erwärmungspotenzial / Treibhauspotenzial
GWP-fossil Globales Erwärmungspotenzial aus fossilen Brennstoffen
GWP-biogenic Globales Erwärmungspotenzial aus nachwachsenden Rohstoffen
GWP-luluc Globales Erwärmungspotenzial aus Landnutzung und Landnutzungsänderungen
HQE Haute Qualité Environnementale, französisches Gebäudebewertungssystem
IBU Institut Bauen und Umwelt e.V., verantwortlich für EPD Verifizierung
LCA Life Cycle Assessment, Ökobilanz
LCI Life Cycle Inventory Analysis, Sachbilanz
LCIA Life Cycle Impact Assessment, Wirkungsabschätzung
LEED Leadership in Energy and Environmental Design, amerikanisches / internationales Gebäudezertifizierungssystem
MAK-Werte Maximale Arbeitsplatz-Konzentration
MBO Musterbauordnung
n Luftwechselrate
NIK-Wert Niedrigste interessierende Konzentration
ODP Ozone Depletion Potential, Abbaupotenzial der stratosphärischen Ozonschicht
PCR Product Category Rules, Produktkategorieregeln als Grundlage der EPD
PEI Primary Energy Input, Primärenergiegehalt, wird auch als Graue Energie bezeichnet
POCP Photochemical Ozone Creation Potential, Bildungspotenzial für troposphärisches Ozon / Sommersmogpotential
QNG Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude, ein staatliches Gütesiegel für Gebäude, das durch akkreditierte Zertifizierungsstellen vergeben wird
RAL Deutsches Institut für Gütesicherung
REACH Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals, EU-Chemikalienverordnung
SVHC Substances of very high concern sind Stoffe, die für Mensch und Umwelt besonders besorgniserregend sind, Verwendung muss im Sicherheitsdatenblatt angezeigt werden
SVOC Semivolatile organic compounds, schwerflüchtige organische Verbindungen C17-C35
TVOC Total volatile organic compounds, Summenwert VOC
Umweltkennzeichnung Typ I Kennzeichnung für Produkte mit besonders guter Umweltleistung nach ISO 14024, z.B. Blauer Engel
Umweltkennzeichnung Typ II Produktdeklaration von Umwelteigenschaften nach ISO 14021, z.B. Eigendeklarationen von Unternehmen
Umweltkennzeichnung Typ III Umweltdeklaration mit umfassender Beschreibung der Umweltleistung nach ISO 14025, z.B. EPD
VOC Volatile organic compounds, flüchtige organische Stoffe, C6-C16
VVOC Very volatile organic compounds, leicht flüchtige organische Stoffe ˂C6
WGBC World Green Building Council
WHO World Health Organisation
WDP Wasser Entzugspotenzial (Benutzer)