Vorsatzschalen: Verbesserung von Schall- und Wärmeschutz
Vorsatzschalen sind am Bauteil befestigte oder freistehende schall- und wärmedämmende Bekleidungen in Ständerbauart mit hinterlegtem Mineralfaserdämmstoff und einer Beplankung aus Gipsplatten. Die Wahl der Beplankung (vorzugsweise 12,5 mm dicke Platten), einfache oder doppelte Beplankung sowie die Wahl des Dämmstoffs richten sich nach den Wärme-, Schall- oder Brandschutzerfordernissen.
Vorsatzschalen eignen sich zum Ausgleich von großen Wandunebenheiten und zur Verbesserung des Schall- und Wärmeschutzes bestehender Wände. Je nach Bedarf kommen unterschiedliche Ausführungen der Vorsatzschalen zur Anwendung.
Im Bereich häuslicher Feuchträume empfehlen wir die Verwendung imprägnierter Gipsplatten. Bei Brandschutzanforderungen sind danogips Feuerschutz-Gipsplatten DF/DFH2 (GKF/GKFi) zu verwenden.
Vorsatzschale auf Holzunterkonstruktion Holzlattung (50/30 mm) im maximalen Abstand von 625 mm waagerecht mit Schrauben und Dübeln direkt an der bestehenden Wand (Abstand < 1000 mm) befestigen. Große Unebenheiten sind mit geeigneten Distanzhölzern auszugleichen.
Zum Verbessern der Schall- und Wärmedämmung kann zwischen die Unterkonstruktion Dämmstoff eingebaut werden. Ein rechnerischer Nachweis für die erforderliche Dampfsperre und der Einbau geeigneter Folien muss durchgeführt werden.
Vorsatzschale mit Justierschwingbügeln Bei dieser Art der Vorsatzschale reduziert sich die Kontaktfläche der Unterkonstruktion auf die Auflagefläche des Schwingbügels. Sie eignet sich bei sehr unebenen Wänden und bei erhöhten Schallschutzanforderungen.
Die Justierschwingbügel, die zur Reduktion der Schallübertragung rückseitig mit Dichtungsband versehen sind, werden im waagerechten Abstand von maximal 625 mm und im senkrechten Abstand von maximal 1000 mm an der bestehenden Wand befestigt.
Anschließend wird der Dämmstoff fugenlos auf die nach vorne umgebogenen Schenkel der Schwingbügel aufgeschoben.
An Boden und Decke werden Anschlussprofile UW 50x06 oder UW 30x06 (bei Verwendung von Holzständern oder CD 60-Profilen) rückseitig mit Trennwanddichtungsband beklebt und mit Schlagdübeln im Abstand von maximal 1000 mm befestigt.
Dann werden Profile oder Lattung in die UW-Profile und die Schwingbügel eingeschoben, vertikal ausgerichtet und der Bügel seitlich mit dem Profil verschraubt.
Freistehende Vorsatzschale Um Installationen zu verbergen oder bei nicht ausreichender Tragfähigkeit der vorhandenen Wand kann die Vorsatzschale freistehend ausgeführt werden. Dadurch werden besonders hohe Schallschutzverbesserungen erreicht.
Die Unterkonstruktion der Vorsatzschalen kann aus Holz oder Metall bestehen. Nach dem Einmessen der Lage der Vorsatzschale werden an Boden und Decke Anschlussprofile mit Nageldübeln befestigt (Abstand < 1000 mm). Die Anschlussprofile werden mit Trennwanddichtungsband versehen.
Im maximalen Abstand von 625 mm werden CW-Profile oder entsprechende Holzprofile eingestellt, ausgerichtet und anschließend die Dämmung dicht eingebaut.
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